Commodore 1802 zu einem PC umbauen

      Commodore 1802 zu einem PC umbauen

      Hey Leute das ist mein erster Post und mein erster Casemod.
      Ich bin momentan noch in der Planungs und Geldbeschaffungsphase , daher wird das Projekt einige Zeit in anspruch nehmen.

      So nun zumeiner Idee.

      Ich habe mir vorgenommen meinen alten Commodore 1802 Monitor zu einem PC mit eingebautem 17" LCD Panel umzubauen.

      Die Parts die ich warsch. Benutzen werde sind:

      Intel Core i7 2600 (besitz ich schon) gekühlt mit einem Corsair Hydro H110 (muss noch gekauft werden)
      8 Gb Ram
      EVGA GTX 670 FTW+ 4GB mit einem Artic Accelero Watercooler ( Die Kühlung fehlt noch)
      ASRock H61/DE
      Front USB Ports ( Fehlen noch)
      LED oder Neon Röhren (vielleicht)
      beQuiet Darkwings 120 mm

      Soviel schonmal zu der ungefähren Hardware.

      Konzeptzeichnungen und 3D Art fertig ich warscheinlich die Tage an , wenn ich es überhaupt mache.

      Bilder vor dem Umbau:
      Front:






      Rückseite:



      Ich werde euch über den weiteren Verlauf auf dem laufendem Halten

      Mögliche Ideen und euere Meinung dazu bitte einfach posten :)

      PS: Gibt es jemanden aus dem Großraum FFM der Ausgebildet worden ist mit solchen Monitoren umzugehen (sprich Reperaturen usw.). Da die Demontage der Bildröhre nicht von Laien wie mich ausgeführt werden sollte

      Cheers

      Sk4f4c3

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „sk4f4c3“ () aus folgendem Grund: Model ist falsch

      Hey Sk4f4c3!


      Coole Sache - wie es der Zufall will, bin ich an genau einem ähnlichen Projekt zugange gerade. Ich wollte mal schauen, ob es schon Menschen mit Erfahrungen in der Richtung gibt, und bin dabei über dieses Forum gestolpert.


      Ich habe mit Casemodding selber leider gar keine Erfahrung bisher, aber ich wollte meinen guten, 25 Jahre alten 1802D jetzt endlich mal einer neuen Bestimmung zuführen. Ich hätte die alte Strahlenkanaone ohnehin nie wieder angeschaltet, und meine Sentimentalität gilt ohnehin dem C128 dazu. =)


      Mein Gedanke nach dem Auseinanderbau war zunächst, die Front der Bildröhre weiter zu verwenden - ich bin auch noch nicht ganz von dem Gedanken ab. Ein Freund von mir (Karlsruhe) ist gelernter Radio- und Fernsehelektroniker (und ein begnadeter Hardware-Bastler vor dem Herrn!), und hat mir explizit davon abgeraten, die Bildröhre auseinander zu nehmen. Ich kenne mich selber damit nicht aus, aber das ist wohl nahezu unmöglich, ohne das Ding dabei zu zerstören. Ich habe dennoch nicht aufgegeben, nach vorheriger "Entvakuumisierung" und der Entsorgung der Gase kann ich mir vorstellen, das man das ganz vorsichtig auftrennen kann irgendwie. Ich weiss noch nicht genau, mit welchem Werkzeug, aber das finde ich noch raus.


      Möglicherweise möchte ich gerne für die Hardware selber eine Art Rack in das Gehäuse bauen, aber auch hierzu fehlt mir ein bisschen die Expertise. Vom Formatfaktor bietet sich Flex-ATX irgendwie am besten an, wie ich finde - mal schauen, ob das für was vernünftiges reicht.


      Ich bin mir noch nicht ganz im klaren darüber, wo man ein ordentliches Panel für das Display herbekommt mit HDMI - hat da jemand irgendwelche Hinweise für mich?


      Gruß,
      Blackbone

      Blackbone schrieb:

      Bildröhre auseinander zu nehmen


      Du kannst keinen Glaskörper auseinander nehmen indem ein Vakuum herrscht.

      sobald du das glas angeknackt hast zerbricht es, Luft strömt schnell ein und der rest zerbricht auch.
      Im schlimmsten fallen werden die splitter so stark nach innen beschleunigt das sie nicht in der mitte anhalten sondern weiterfligenen (Implosion , Gegenteil der Explosion)
      kann sehr schmerzhaft enden und ist nur zu empfehlen wenn du ein Pickelüberströmtes Gesicht hast und reguläre peelings nicht helfen. aber selbst dann würde ich ne Schutzbrille tragen
      Wow also ganz ehrlich ich hätte mit Antworten ich nicht gerechnet. Und habe heute eigentlich nur aus zufall hier nachgeschaut.
      Habe meine schnelle seeeeeehr grobe Sketchup zeichnung angehängt. Bin keines wegs ein meister von Sketchup daher werdenwarsch. keine weitere Zeichnungen folgen sondern eher werde eher freischnauze arbeiten. Hoffe ihr könnt was mit der Zeichnung anfangen :)

      Edit:
      Habe die SKP Datei noch mit hinzugefügt

      @Blackbone

      Jo coole sache das jemand die gleiche idee wie ich und warsch. 1000 andere hatte :) Wir können uns ja mal austauschen ich werd dir mal per PN meine skype daten schicken

      Vom Formfaktor her müssten eigentlich auch ATX Boards passen solange das Panel nicht zuviel platz nimmt.


      @louie

      Vielleicht. Momentan steht das Projekt auf wackeligen Beinen.

      @Kaiser

      Werd mal bei gelegenheit suchen aber wie ich mich kenne nichts finden.
      Bilder
      • Commodore 1084(3).jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „sk4f4c3“ ()

      Also, ich habe mich ganz gezielt für Flex-ATX entschieden, um mehr Optionen zu haben bei der Aufteilung des Platzes, und weil ich weiss das ich als einziges Extra zum Mainboard nur eine Grafikkarte mit Passivkühler brauche.

      Das Netzteil nimmt bereits viel Platz ein, deshalb wollte ich sparen, wo es nur geht - das Zeug soll ja auch noch irgendwie brauchbar ein- und ausbaubar bleiben. Flex-ATX hat den Vorteil, das es vom Format her perfekt in den hinteren Teil des Gehäuses passt - wenn man sich irgendwie eine Aluplatte zurechtschneidet, auf der man das Board verschraubt, kann man es dann praktisch in der Plastikschiene rein- und rauswuppen. Dann kann man im vorderen Teil ausschliesslich das Panel unterbringen und es am Stück mit der Front abnehmen.

      Ausserdem ist dann hinter dem Board (Anschlüsse zur Rückseite hin angenommen) noch genug Platz, um zum einen die Anschlüsse der Grafikkarte wieder nach vorne und die anderen Anschlüsse nach hinten zu führen. Da kommt dann bei mir ein custom-made Backpanel mit den wichtigsten Anschlüssen dran, die nur per Kabel vom Board verlängert werden.

      Nachtrag: Den Original An/Aus-Schalter werde ich auch beibehalten, da mache ich einfach einen Impulsschalter draus mit passender 2,54mm-Raster-Buchse, möglicherweise wird die Leuchte aber blau. Für die "Inneneinrichtung" möchte ich gerne vorher ein Frame basteln, wahrscheinlich sogar aus Holz, weil es vollkommen ausreicht und einfacher zu verarbeiten ist. Dann kann ich den Rechner selber ausserhalb zusammenbauen und brauche ihn nur in das Gehäuse reinschieben. Als Gehäusefinish wird's planmässig bis jetzt ein Carbon-Look, je nachdem ob das klappt.

      Soweit zumindest die Idee. =)

      Gruß,
      Blackbone
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Blackbone“ ()

      Zwischenstand

      So, hier mal ein kurzer Zwischenstand.

      Immerhin habe ich jetzt im großen und ganzen einen funktionierenden PC im Gehäuse am laufen.

      Als Basis für's Board habe ich eine Platine zurechtgeschnitten und mit Abstandhaltern versehen, auf denen das Board verschraubt wird. Als Halterung für Netzteil und GraKa habe ich einfach Holzleisten mit Sekundenkleber fixert und mit Epoxy bzw. Bondit verklebt. Sieht nicht besonders gut aus, aber hält wie Sau. Der Original-Schalter wurde in einen Impuls-Schalter verwandelt, und die LED im Schalter neu verdrahtet, damit man sie als Power-LED verwenden kann.
      Bilder
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      • bondit.jpg

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      Hier der Bilder zweiter Teil.

      Wie man sieht, passt das alles gerade so hinein, ich habe anfangs unterschätzt, wieviel Raum die ganzen Kabel einnehmen wollen. Alles was nicht unbedingt nötig war, habe ich dann auch einfach vom Netzteil abgeschnitten. Zur Not wird's wieder drangelötet. =)

      Und als ersten Kompletttest habe ich mir auf das installierte Ubuntu direkt mal einen C64-Emulator draufgeklatscht und laufen lassen. =)
      Bilder
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      Sieht doch schon mal nicht schlecht aus :)
      Bei mir dauerts noch. Herrscht grade flaute im Geldbeutel...

      Du nutzt ja ein anderen Monitor als ich , welcher isses den? Ich habe so wies aussieht ein bissi mehr Platz als du das is schon mal gut :)
      Aber sag mal hast du die Bildröhre schon entfernt?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „sk4f4c3“ ()

      Hoi!

      Ich glaube nicht, das Du viel mehr Platz hast - im wesentlichen ist es das gleiche Modell. Ich hab mich auch schon gewundert, warum Du einen 17" Display einbauen möchtest - in dem Gehäuse ist für max. 13.3" Platz.

      Die Bildröhre habe ich erstmal am Stück belassen - ich überlege noch, wie ich das Problem angehe. Eine Alternative, die sich gerade anbietet, ist mit PLexiglas zu arbeiten, das lässt sich im Backofen soweit erwärmen, das man es zumindest verformen kann. Mal schauen.

      Meine Priorität ist erstmal ein funktionsfähiges Display ranzuschaffen, um den Rest und die Optik mach ich mir später Gedanken. =)

      Blackbone schrieb:

      as lässt sich im Backofen soweit erwärmen, das man es zumindest verformen kann

      viel spass :D glaub mir, beim ersten versuch schaffste es garantiert nicht.
      erstrecht gleichmäßige Rundungen sind schwer


      Blackbone schrieb:

      Meine Priorität ist erstmal ein funktionsfähiges Display ranzuschaffe

      bei dr grösse sollte es nicht schwer sein da etwas gebrauchtes zu finden
      Zu Plexi formen kann ich nur sagen NICHT in den Ofen^^ das könnte böse enden... mein Realschultechniklehrer damals hatte ne viel coolere idee, die auch in der Werkstatt geht...

      Die beabsichtigte Form auf der Plexischeibe anzeichnen, dann grob ausschneiden (+5cm auf allen Seiten). Rechtecke sind natürlich am einfachsten.

      Dann vier Schraubzwingen und acht passend zugesägte Stücke Dachlatte (60mm breit) besorgen und das Plexi damit fest einspannen... Dann mit dem Heißluftföhn (Elektro oder Gas, bevorzuge Elektro) langsam erwärmen. Nicht zu heiß, damit es nicht flüssig wird und dann lässt es sich z.B. mit einem großen kugelförmigen Gegenstand zu so einer lustigen Retro-Monitor-Glasabdeckung formen (Tiefziehverfahren). Nach dem Abkühlen aus der Spannkonstruktion lösen und die vorher stehen gelassenen 5cm mit z.B. einer Stichsäge mit feinem Blatt entfernen. Kanten wie gewohnt finishen, fertig.

      Damit kann man aus Plexi, egal ob klar oder auch bunt, fast jeden erdenklichen Hohlkörper bauen,
      z.B. auch sowas:

      @1NC3ND0R: Das klingt richtig gut, werde ich demnächst mal ausprobieren. Aber wie kriegt man es mit der Methode hin, dass so eine Kuppelform wie auf dem Bild auch richtig gleichmäßig wird und keine Dellen bekommt? Gibts da nen Trick oder muss man es einfach frei Hand versuchen?
      You are not alone in this...
      Also das Bild ist von Google, soll nur veranschaulichen, aber ich habe bspw. schon den Rumpf eines fahrtüchtigen Modellboots tiefgezogen (aus 3mm Buntplexi, aber dicker sollte auch gehen). Dazu habe ich aus Holz und Spachtelmasse den "Inhalt" des Rumpfes angefertigt, mit Alufolie überzogen (=> glatte Oberfläche) und diesen einfach in das erhitzte/weiche Plexi gedrückt. Für eine Kuppel wie oben würde ich evtl. auch eine außenform nutzen, die ca. so aussehen kann:

      form.jpg


      Die kommt unter das Plexi, sollte sich natürlich nicht unter Hitze verformen. Für eine Halbkugel also:

      Quellcode

      1. ""-""
      2. " "
      3. | | <- Kugelförmiger Gegenstand mit dem passenden Durchmesser und glatter Oberfläche
      4. " "
      5. ""-""
      6. |
      7. V
      8. [======================] <- Plexi (Heiss, aber nicht flüssig!!!)
      9. [======= =====] <- Form mit Aussparung (DurchmesserAussparung = DurchmesserKugel + ca.Wandstärke)


      Sprich, du spannst das Plexi mit der Außenform ein, erhitzt das Plexi bis es ganz leicht durchhängt und drückst dan einfach die Kugel-Innenform durch die Außenform, so ca. wie hier:


      ALLERDINGS wird das Material nicht wie in der GIF nachgezogen und bildet dann den Rand, sondern wird im verformten Bereich dünner (ACHTUNG, nicht durchdrücken/abreißen!)!

      Für eine Halbkugel kannst du ganz alltägliche Gegenstände benutzen, z.B. ein stabiles Küchensieb, einen Hand-, Fuß- oder Sonstwiesportball (gut gefüllt natürlich^^)

      Es geht vorwärts, in kleinen Schritten....

      Heho!

      So, nach einigen Wochen hier mal wieder ein kleiner Fortschrittsbericht von mir. =)

      Das Design des Gehäuses habe ich erstmal hintenan gestellt, da ich den Rechner selber erstmal zum Laufen bekommen möchte - das einzige, was mir dazu noch fehlt, ist das Display.

      Für die Front habe ich zunächst eine passend zugeschnittene Plexiglasscheibe genommen und diese auf einem Pizzateller im Backofen auf ca. 170 Grad erhitzt, so dass sie noch fest aber formbar ist.

      Anschliessend war es sehr einfach, diese ins Gehäuse zu legen und an den wichtigen Kontaktpunkten (Ecken/Mitte) mit Druck in Form zu bringen. Passt wie angegossen, das anschliessende verkleben war ein Kinderspiel. =)

      Zum Glück habe ich auf ebay ein 13,3" Notebook-Displaypanel für 16 Euro gefunden, welches auf den Millimeter genau die Sichtfläche abdeckt. Das LVDS-Interface dazu kommt im Laufe der nächsten Woche, und dann heisst es erstmal fröhlich die Pin-Belegung herausfinden, da ich leider kein Datenblatt von dem Modell finden konnte. Aber das wird schon irgendwie. =)

      Gruß,
      Blackbone
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